In memoriam

Dr. Holm Fischäder

25. Juni 1975 – 16. August 2026

Dr. Holm Fischäder

Wir trauern um unseren Geschäftsführer, Gesellschafter, Mitgründer und Freund Dr. Holm Fischäder, der am 16. August 2026 völlig unerwartet verstorben ist.

Es fällt uns noch immer schwer, über Holm in der Vergangenheit zu sprechen. Fast zwanzig Jahre lang war er ein wesentlicher Teil von IPOL. Er hat dieses Unternehmen mit aufgebaut, geprägt und zu dem gemacht, was es heute ist. Doch wer Holm auf seine Funktion als Geschäftsführer und Gesellschafter reduziert, beschreibt nur einen kleinen Teil dessen, was er für IPOL und für die Menschen um ihn herum bedeutet hat.

Holms Weg war von Anfang an eng mit Ilmenau, der Wissenschaft und den Themen Produktion und Logistik verbunden. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Ilmenau und promovierte dort 2006 bei Prof. Dr. Herfried Schneider mit einer Arbeit zum Störungsmanagement in netzwerkförmigen Produktionssystemen. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit Dr. Thomas Rücker und Prof. Dr. Herfried Schneider die IPOL GmbH.

Aus den ersten gemeinsamen Beratungsprojekten entstand ein Unternehmen, das heute Kunden weit über die Region hinaus begleitet. Holm hatte daran einen entscheidenden Anteil. Mit großer fachlicher Tiefe, außerordentlicher Gewissenhaftigkeit und einem ausgeprägten Verantwortungsgefühl entwickelte er IPOL über fast zwei Jahrzehnte weiter. Er schuf Strukturen, begleitete Menschen in ihrer Entwicklung und hatte auch dort im Blick, was getan werden musste, wo andere längst beim nächsten Thema waren.

Dabei war für Holm wirtschaftlicher Erfolg nie von den Menschen zu trennen, die ihn möglich machen.

Er begegnete Menschen mit einer Offenheit und Zugewandtheit, die außergewöhnlich war. Es spielte für ihn keine Rolle, welche Position jemand innehatte oder woher jemand kam. Er hörte zu, fragte nach und wollte verstehen. Und wenn ihm jemand etwas Persönliches erzählt hatte, war es für ihn nicht mit dem Ende des Gesprächs vergessen. Oft wusste er Wochen oder Monate später noch, was einen beschäftigt hatte.

Diese Haltung prägte auch seine Art, IPOL zu führen. Holm war für viele von uns nicht nur Geschäftsführer. Er war Vertrauensperson, Ratgeber, Mentor, Sparringspartner und manchmal einfach der Mensch, dessen Tür offenstand, wenn man jemanden brauchte, der zuhörte. Er konnte widersprechen, ohne jemanden kleinzumachen. Er konnte Orientierung geben, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Und selbst in Zeiten hoher Belastung verlor er nie aus dem Blick, dass hinter Projekten, Zahlen und Entscheidungen immer Menschen stehen.

Seine Neugier beschränkte sich dabei nie auf das Unternehmen. Holm blieb der Technischen Universität Ilmenau über all die Jahre eng verbunden. Als Lehrbeauftragter vermittelte er Studierenden nicht nur Wissen, sondern brachte Wissenschaft und betriebliche Praxis zusammen. Er betreute Abschlussarbeiten, förderte junge Menschen und eröffnete vielen von ihnen über IPOL den Einstieg in das Berufsleben. Wissen war für Holm nichts, das man für sich behält. Er wollte es teilen und weitergeben.

Auch außerhalb von IPOL übernahm Holm Verantwortung. Er engagierte sich über viele Jahre im Rotary-Umfeld, für das Liebhabertheater Schloss Kochberg und in weiteren gesellschaftlichen Zusammenhängen. Er interessierte sich für Kultur, Geschichte, Politik und Wissenschaft, liebte das Reisen und begegnete in anderen Ländern Menschen mit derselben Neugier, mit der er sich auch einem neuen fachlichen Thema näherte.

Holm konnte über komplexe fachliche und unternehmerische Fragen ebenso leidenschaftlich sprechen wie über eine Reise, ein gutes Essen, Wein, Kultur oder irgendeine kleine Begebenheit des Alltags. Diese enorme Bandbreite gehörte zu ihm. Ebenso wie sein Humor, seine Verlässlichkeit, seine Bescheidenheit und seine Fähigkeit, selbst in schwierigen Situationen nach einer Lösung und nach dem Positiven zu suchen.

Sein Tod hat eine Lücke hinterlassen, die sich nicht schließen lässt.

Wir verlieren einen außergewöhnlichen Unternehmer und Wissenschaftler, einen Geschäftsführer, der IPOL fast zwanzig Jahre lang entscheidend geprägt hat, und einen Menschen, dessen Haltung tief in unserem Unternehmen verankert ist.

Was Holm aufgebaut hat, bleibt. Aber noch wichtiger ist uns, wie er es aufgebaut hat.

  • Mit Verantwortung und Verlässlichkeit.
  • Mit Neugier und Freude an neuen Gedanken.
  • Mit Respekt vor unterschiedlichen Menschen und Perspektiven.
  • Und mit einer Menschlichkeit, die für ihn nie im Widerspruch zu unternehmerischem Handeln stand.

Diese Haltung gehört zu Holms Vermächtnis. Sie weiterzutragen, ist für uns Verpflichtung und Anspruch zugleich.

Wir sind dankbar für alles, was Holm IPOL gegeben hat. Für seine Ideen und seine Beharrlichkeit. Für sein Vertrauen und seinen Rat. Für die unzähligen Gespräche und Diskussionen. Für seinen Humor und sein Lachen. Und vor allem für die vielen Jahre, in denen wir mit ihm arbeiten, lernen, streiten, lachen und gemeinsam etwas aufbauen durften.

Holm wird IPOL fehlen. Als Geschäftsführer und Gesellschafter. Als Kollege und Ratgeber. Als Freund. Als Mensch.

Und er wird ein Teil von IPOL bleiben.

In Liebe und Dankbarkeit
Das Team der IPOL GmbH

Zurück zu Über IPOL